Politik für Büdingen
13. Juli 2026

Gemeinsam gestalten statt gegeneinander entscheiden – CDU und FWG setzen auf Dialog, Struktur und Bürgernähe

Die Koalitionspartner CDU und FWG haben in der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung die ersten Weichen für ein noch effizienteres und mit der Verwaltung partnerschaftlich verzahntes Arbeiten gestellt. In diesem Kontext sehen die beiden Fraktionen insbesondere den neu gebildeten Sonderausschuss "Zukunftsfähiger Haushalt und Bürgerbeteiligung".

„Wir sind überzeugt, dass sich der Nutzen dieses Ausschusses auch finanziell deutlich auszahlen wird. Eine frühzeitige Einbindung der Bürger, bessere Entscheidungsgrundlagen und höhere Akzeptanz werden mittel- und langfristig zu effizienteren Prozessen und damit zu spürbaren Entlastungen führen – der Mehrwert wird die entstehenden Aufwendungen um ein Vielfaches übersteigen“, erklärt Liam Ulrich (FWG). Ulrich verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass keine neue Bürokratie geschaffen, sondern dass wichtige vorbereitende Diskussionsschritte aus dem Haupt- und Finanzausschuss ausgegliedert werden. "Der Haupt- und Finanzausschuss hat in der vergangenen Wahlperiode 112 Sitzungen absolviert und diese wichtige Tätigkeit verteilen wir nun strukturiert auf die beiden Ausschüsse. Von nennenswerten Mehraufwendungen kann keine Rede sein", so Ulrich.

„Es geht uns nicht um zusätzliche Strukturen um ihrer selbst willen, sondern um bessere Entscheidungen. Wenn wir Beteiligung klug organisieren, vermeiden wir Fehlentwicklungen, stärken das Vertrauen und schaffen am Ende auch wirtschaftlich tragfähigere Lösungen für unsere Stadt. Vor allem ist uns wichtig, die Ortsbeiräte stärker und verbindlicher in die Entscheidungsfindung einzubinden“, ergänzt Jonathan König (CDU): "Diese Möglichkeit schaffen wir mit dem neuen Gremium. Wer die Arbeit vor Ort kennt, der weiß, dass wir damit durch pragmatische und praxisnahe Lösungen für den Büdinger Steuerzahler viel Geld einsparen werden."

Die ersten Beschlüsse einer neuen Wahlperiode sind selten frei von Reibung – und das ist auch gut so. Denn wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen, entsteht im besten Sinne das, was kommunale Demokratie ausmacht: ein ernsthaftes, verantwortungsvolles Ringen um den richtigen Weg. Es ist aus Sicht der Koalition der bürgerlichen Mitte nicht nur nachvollziehbar, sondern auch notwendig, dass sich andere Fraktionen nicht in jedem Punkt den Zielen der Koalition anschließen. Unterschiedliche Bewertungen sind Ausdruck politischer Verantwortung – und zugleich Ausgangspunkt für einen Dialog, der auf Gemeinsamkeiten zielt und unterschiedliche Sichtweisen produktiv zusammenführt.

Ziel von CDU und FWG war es, verlässliche Strukturen zu schaffen, die den wachsenden Herausforderungen einer Flächenkommune gerecht werden. Diese Strukturen sollen ohne größere Zeitverzögerungen ihre Arbeit aufnehmen können. Angesichts zunehmender Aufgaben und steigender Erwartungen ist es entscheidend, organisatorische Grundlagen frühzeitig zu klären und die Handlungsfähigkeit der Stadt sicherzustellen.

Gleichzeitig gilt: In den Detailfragen und darüber hinaus werden sich CDU und FWG selbstverständlich die notwendige Zeit für einen dialogorientierten Austausch mit der Opposition nehmen. Der Anspruch bleibt, Entscheidungen nicht nur tragfähig zu treffen, sondern sie im offenen Gespräch weiterzuentwickeln und gemeinsam zu schärfen. Kommunalpolitik lebt vom Miteinander – nicht vom Gegeneinander.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung der Bürgerbeteiligung. Die Einrichtung eines entsprechenden Sonderausschusses versteht die Koalition als bewusste Entscheidung, diesem Thema den Stellenwert einzuräumen, den es verdient. Die vielen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürger sollen stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden – insbesondere auch die Ortsbeiräte in den Stadtteilen, die eine zentrale Rolle als Bindeglied zwischen Bürgerschaft und Stadtpolitik einnehmen.

Zugleich leistet eine strukturierte und organisierte Bürgerbeteiligung einen wichtigen Beitrag zu einer transparenten und nachvollziehbaren Haushaltsaufstellung und unterstützt das Ziel einer freiwilligen Haushaltskonsolidierung. In diesem Sinne steht sie auch für ein neues Verständnis von Zusammenarbeit: mehr Zeit für Austausch, ein proaktives Zugehen auf die Bürgerinnen und Bürger sowie eine nachvollziehbare und frühzeitige Kommunikation von Prozessen und Entscheidungen. Beteiligung wird damit nicht nur ermöglicht, sondern aktiv gestaltet.

Neue Wege zu gehen und Bürgerbeteiligung systemisch zu denken, ist daher kein Selbstzweck, sondern Ausdruck einer modernen und dialogorientierten Kommunalpolitik. Eine solche Entwicklung grundsätzlich auszuschließen, weil sie Veränderungen mit sich bringt, würde die notwendigen Fortschritte ausbremsen.

CDU und FWG setzen weiterhin auf einen sachlichen, offenen Dialog mit allen demokratischen Fraktionen. Ziel bleibt es, tragfähige Lösungen für die Stadt zu entwickeln – mit Augenmaß, Verantwortungsbewusstsein und dem klaren Willen, Büdingen gemeinsam voranzubringen.

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