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„Änderung des Bebauungsplanes Nr. 19 Reichardsweide“ 

 

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt:

 

1.    Der Bebauungsplan Nr. 19 Reichardsweide wird in den

planungsrechtlichen Festsetzungen zu Punkt 1.1 ergänzt bzw. nach Prüfung geändert.

„Gemäß § 1 Abs. 6 BauNVO sind die nach § 8 Abs. 3 Nr. 3 BauNVO ausnahmsweise zulässigen Vergnügungsstätten nicht zulässig. Ausgenommen von dieser Regelung sind Anlagen für kulturelle Zwecke zur Ausrichtung von Musikveranstaltungen, Theater- und Comedyveranstaltungen.“

 

2.    Die unter 1.2. der planungsrechtlichen Festsetzungen genannten Maximalwerte von 55 dB(A) bei Tag und 40 dB(A) bei Nacht sind bei der Einrichtung einer kulturellen Anlage zur Ausrichtung von Musikveranstaltung durch ein Lärmgutachten im Vorfeld der Baugenehmigung zu bestätigen.

 

Begründung:

 

Ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen aus den Bereichen Transporte, Logistik, Umzüge, Fahrer-Service und der Veranstaltungsbranche plant derzeit die Verlagerung seines Firmensitzes nach Büdingen. Der zukünftige Standort des Unternehmens soll sich im Gebiet des o.g. Bebauungsplanes Nr. 19 Reichardsweide befinden. Aktuell beschäftigt das Unternehmen ca. 15 Mitarbeiter. Ziel der Maßnahme ist es, die unterschiedlichen Bereiche des Unternehmens an einem Standort zu konzentrieren.

Parallel zu diesen Planungen beabsichtigt das Unternehmen die Umsetzung einer hochwertigen kulturellen Einrichtung zur Ausrichtung von Musik-, Theater und Comedyveranstaltungen. Dieser Umbau soll in einem Teil der vorhandenen Gebäude auf dem Firmengelände durchgeführt werden und ist ebenfalls zentraler Bestandteil zur Konzentrierung aller Unternehmensteile in Büdingen.

Der vorliegende Antrag zielt darauf ab, die Verlagerung des Betriebes nach Büdingen - zur Konzentration aller Unternehmensteile an einem Standort -planungsrechtlich zu ermöglichen.

Aus unserer Sicht können im Rahmen einer Unternehmensverlagerung nach Büdingen, verschiedene städtebauliche, wirtschafts- und kulturfördernde Synergieeffekte für unsere Stadt umgesetzt bzw. erzielt werden. Abgesehen von der sicherlich vordergründig wichtigen Standortverlagerung, betrifft dies auch die Möglichkeit zur Einrichtung eines möglichen Existenzgründerzentrums auf dem Gelände des Unternehmens. In einer noch zu beschließenden Machbarkeitsstudie sollten Bedarf, Fördermöglichkeiten und Umsetzung sogenannter CoWorking-Spaces und Räumlichkeiten für Existenzgründer auf dem Firmengelände geprüft werden.  Zugleich eröffnet sich für die Stadt Büdingen mit der Umsetzung einer kulturellen Einrichtung die Möglichkeit, einen städtebaulich kanalisierenden Einfluss auf das „Nachtleben“ in Büdingen zu nehmen. Der vorhandene Bedarf wird aktuell ausnahmslos in der Büdinger Altstadt erfüllt. Ein Anlaufpunkt - außerhalb der Altstadt - der als Location auch nach 23.00 Uhr oder 24.00 Uhr regelmäßig den überwiegend jungen Menschen zur Verfügung steht, existiert nicht, sollte jedoch nach unserer Auffassung wichtiger Bestandteil eines wachsenden Mittelzentrums sein.

Mit einer Direktüberweisung in den Bau- und Planungsausschuss sind wir einverstanden.