Zukunft mit allen Generationen gestalten

 

Das Projekt „Familienstadt mit Zukunft“ ist für uns keine zeitlich befristete Maßnahme.  Wir haben den Anspruch, Familienpolitik für alle Generationen in den Mittelpunkt unserer kommunalen Handlungsfelder zu stellen. Diesem Gedankengang und Selbstverständnis folgend, soll das Projekt Familienstadt mit Zukunft neuen Schwung und gesellschaftliche Akzeptanz erhalten.

Gemeinsam mit den unterschiedlichen Einrichtungen, den Unternehmen, Vereinen und politischen Akteuren möchten wir unserer Familienstadt eine neue Zukunft geben.

Büdingen mit den Augen von Kindern und Jugendlichen zu sehen, unsere Stadt nach den Vorstellungen junger Eltern, unser Gemeinwesen mit dem Verständnis für die Herausforderungen alleinerziehender Mütter oder Väter  zu gestalten, ein offenes Ohr für die Bedürfnisse von Senioren und  pflegender Angehörige zu haben - dies sind unsere Vorstellungen wenn wir von einer neuen Zukunft unserer Familienstadt sprechen. Eine moderne Familienpolitik bedeutet für uns, den Menschen nicht vorzuschreiben, wie sie leben sollen, sondern zu akzeptieren, wie sie leben wollen. Dies gilt die herkömmliche Ehe und Familie, genauso wie für Patchworkfamilien, Eineltern-Familien, nicht eheliche oder homosexuelle Lebensgemeinschaften. Sie alle verdienen unseren gleichen Respekt. Die Lebensumstände der Menschen im Blick zu haben und die Welt der Produktivität, Arbeit und Ökonomie mit der Welt der Sorge für andere, der Empathie und Emotionen zu verknüpfen – auch dafür steht unsere Büdinger Familienstadt.

Wir wollen es erreichen, dass die Menschen an ihre Familienstadt glauben. Dies möchten wir durch neue Konzepte, die Fortführung von Angeboten und eine insgesamt moderne Familienpolitik  erreichen. Wir glauben: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen einen Weg finden, um die Situation von Familien zu verbessern.  Büdingen wird Familienstadt bleiben  und wir werden jeden Tag daran mitarbeiten diesen Anspruch besser auszugestalten.

Eine zukunftsgerichtete Familienpolitik schafft den Raum für  die bestmögliche Förderung von Kindern in und außerhalb der Familie. Zur Koordination dieses Anspruches erhält unsere Stadt ein Familienzentrum im Gebäude der ehemaligen AOK. Konzeptionell und koordinierend werden von dort die Angebote, Programme und Maßnahmen vernetzt und gesteuert.

Eine zukunftsgerichtete Familienpolitik schafft ausreichende Kita-Plätze für Kinder unter 3 Jahren. Durch die Schaffung weiterer U3 Gruppen in Büdingen und den Stadtteilen wollen wir den Ausbau einer familienfreundlichen Infrastruktur fortsetzen. Dies sind für uns die Voraussetzungen  optimaler frühkindlicher Bildungsangebote für alle Kinder.  Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zweiter Aspekt.  Auf Basis der Vernetzung frühkindlicher Bildungseinrichtungen, Ganztagesschulen und Schulkinderbetreuung  möchten wir allen Eltern, die einen Betreuungsplatz für ihr Kind brauchen oder wollen, entsprechende Möglichkeiten bieten. Insbesondere im Bereich der Stadtschule Büdingen existiert ein akutes Betreuungsdefizit. Mit unserer politischen Arbeit wollen wir der Schulkinderbetreuung in der Kernstadt eine kurzfristige Perspektive geben. Wir möchten es erreichen, dass bereits zum Schuljahresbeginn 2016/2017 ein zielführendes Konzept und entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden. Zugleich werden wir auch die Schulkinderbetreuung in den Stadtteilen fördern.

Die Verantwortung der Erwachsenen für die Kinder ist auch eine öffentliche Verantwortung der gesamten Gesellschaft für die nachwachsende Generation.  Der Ansatz eines durchgängig kostenfreien Bildungsangebotes - angefangen von der Kita über die Schulen bis zu Hochschulen folgt diesem Grundgedanken.  Kita-Plätze müssen kostenfrei sein. Nach diesen Vorstellungen werden die Kosten für Kindertageseinrichtungen zukünftig durch das Land Hessen übernommen. Bis zu 1200 Euro pro Kind sollte das Land nach diesem Konzept jährlich an die Kommunen zahlen, um sie für eine täglich fünfstündige Betreuung von Gebühren freizustellen. Darüber hinaus gehende Betreuung könnte anteilig berechnet werden. Diese Maßnahmen fördert nicht nur die Chancengleichheit für Bildung, sondern auch die Integration von Kindern in unsere Gesellschaft insgesamt.

Zur Verzahnung von Wirtschaft und Familienwelt wollen wir Konzepte von Tagespflegeangeboten und den regionalen Unternehmen entwickeln, die außerhalb der standardisierten Betreuungsangebote zum Tragen kommen.

Eine besondere Aufmerksamkeit möchten wir der Unterstützung der Waldkindergärten in Eckartshausen und Büdingen widmen.   

 

In Zusammenarbeit mit den Elternbeiräten streben wir eine noch intensivere Partizipation der Eltern in die konzeptionelle Bildungsarbeit der Kindertageseinrichtungen an. Hierfür wollen wir die finanziellen Rahmenbedingungen (auch Zeit für individuelle Entwicklungsgespräche, Sprachförderung)  schaffen.

Die Büdinger Kindertageseinrichtungen brauchen auch weiterhin gut ausgebildete und motivierte Erzieherinnen und Erzieher. Gemeinsam mit Personalrat und den Mitarbeitern streben wir ein Programm zu Personalgewinnung und Wertschätzung der Arbeit in sozialen Berufen an. Wir werden uns dafür einsetzen dauerhaft auf die Praxis befristeter Arbeitsverträge zu verzichten.

 

Wir stehen mit unserer Politik für eine kontinuierliche Fortführung der Schulsozialarbeit. Die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen braucht Sicherheit und Stabilität. Sie muss dauerhaft - auch über den Zeitraum des bestehenden Vertrages mit dem Kooperationspartner hinaus - sichergestellt werden. Hierzu müssen im Jahr 2016 die entsprechenden Konzepte entwickelt werden. Nur auf diesem Weg kann sie sinnstiftend sein -  für Kinder, Eltern und Betreuungspersonal. Wir erleben, dass psychosoziale Probleme und Krisen bei Kindern häufiger werden. Schüler und Schülerinnen brauchen Unterstützung bei persönlichen oder familiären Krisen. Wir müssen verhindern, dass sie ihre Schullaufbahn abbrechen. Die Integration zahlreicher Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund wird zu einem Schwerpunktthema der Zukunft werden.

Mit engagierten Konzepten und Projekten möchten wir auch weiterhin eine offene Jugendarbeit fördern. Eine enge Verzahnung der Jugendarbeit in den Vereinen wird mit städtischen Konzepten angestrebt. Gemeinsam mit den interessierten Jugendlichen möchten wir im Jahr 2016 die Verwirklichung einer Downhill bzw. Flowtrail Strecke im Büdinger Wald abschließen und in Zusammenarbeit mit einem zukünftigen Kinder- und Jugendbeirat  weitere Freizeitmöglichkeiten schaffen. Hierzu zählen für uns die vorhandene Skateranlage, evtl. legalisierte Sprayerflächen, die finanzielle Unterstützung von Jugendveranstaltung im Büdinger Kino, Freibad oder unseren Dorfgemeinschaftshäusern. Wir streben hierzu ein jugendpolitisches Gesamtprogramm an. 

 

Die Zukunft des Projektes Traumwald wollen wir langfristig finanziell absichern.

Unsere Familienstadt gestaltet Spielplätze und Mehrgenerationenplätze. Wir wollen Büdingen als familien- und kinderfreundlichen Wohnstandort profilieren. Unser Ziel ist es, die vorhandenen Spielplätze in den Stadtteilen und der Kernstadt kontinuierlich zu sanieren. Wo Spielplätze oder Mehrgenerationenplätze fehlen, sollten wir diese Lücke schließen. Kurzfristig gilt dies insbesondere für das Wohngebiet „Eichelberg“ 

 

Die Zukunft des Schul- und Ausbildungsstandortes Büdingen wollen wir dauerhaft sichern und stärken. Gemeinsam mit den Schulen, Unternehmen, Wetteraukreis und allen weiteren Behörden wollen wir dazu beitragen, den Schulstandort noch attraktiver zu machen. Dies gilt für alle Grundschulen, das Schulzentrum am Dohlberg, aber insbesondere auch die Berufsschule in Büdingen. Hierfür wollen wir die infrastrukturellen Grundlagen schaffen und Unterstützung leisten – insbesondere wenn es um Sanierungsprojekte der Sporthallen und einen zukünftigen Sportplatz am Schulzentrum Dohlberg geht.

Parallel hierzu möchten wir die Vernetzung der städtischen Einrichtung (z.B. Bücherei, Freibad, Dorfgemeinschaftshäuser etc.) zur Förderung von Bildung, Medienerziehung, Kultur- oder Sportveranstaltungen der Schulen.

Die Schülerbeförderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss dauerhaft kostenfrei bleibt.

Wir wollen uns im Rahmen des Projektes Familienstadt dafür einsetzen, dass niemand ausgeschlossen wird. Chancen- und Bildungsgerechtigkeit müssen unabhängig von sozialer Herkunft, Muttersprache und Behinderung gelten. Hierzu werden wir die Ausbildung der städtischen Mitarbeiter fördern und bedarfsgerechte Ausstattung in den städtischen Einrichtungen sukzessive zur Verfügung stellen. 

 

Unsere Familienstadt braucht Unterstützungsstrukturen für pflegende Angehörige. Diese wollen wir im Dialog mit den Krankenkassen, Krankenhaus, Pflegeeinrichtungen, Ärzten, Apotheken und Unternehmen schaffen. Anerkennung, Beratung, Alltagsunterstützung, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie die notwendige Öffentlichkeitsarbeit muss aus unserer Sicht zu einem koordinierenden Bestandteil eines zukünftigen Familienzentrums werden.

Wir wollen mit unserer politischen Arbeit altengerechtes Leben in Büdingen nachhaltig fördern. Wir wollen Seniorenpolitik ressortübergreifend betreiben, die relevanten Akteure einbinden, weiterhin das ehrenamtliche Potenzial aktivieren, Zuständigkeiten in die Hand älterer Mitbürger legen, Begegnungsstätten in den Stadtteilen schaffen, die Erreichbarkeit der Versorgungsangebote gewährleisten, die Barrierefreiheit öffentlicher Einrichtungen fördern, die fachärztliche Betreuung dauerhaft sicherstellen, das Angebot präventiver Maßnahmen ausbauen und eine eigenständige Lebensführung in gewohnter Umgebung bis ins hohe Alter möglich machen. 

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