"Nicht nur auf Neubaugebiete konzentrieren..."

In einem Antrag zur nächsten Stadtverordnetenversammlung möchte die FWG-Fraktion den Magistrat mit der Einrichtung eines Förderprogrammes „Jung kauft Alt – Junge Familien in alten Häusern“ beauftragen. Es geht darum den Blick nicht ausschließlich auf Neubaugebiete an den Ortsrändern  zu fokussieren.

 

Mit dem Förderprogramm möchte die FWG Büdingen neue Schwerpunkte in der Bauleitplanung setzen. Jungen Familien soll das Wohnen im Ort ans Herz gelegt  und ihr Blick weg vom Neubau – hin zum Altbau gelenken werden.  Der vermeintlich einfache Weg in die Fläche bestehend aus Ein- und Zweifamilienhäusern darf aus Sicht der FWG nicht die einzige Alternative einer vitalen Gemeinde sein.  „Als Kommune haben wir die Möglichkeit durch geeignete Strategien den innovativen Umbau von Gebäuden für Familien attraktiv zu gestalten. Dadurch werden Leerstände von Gebäuden vermieden. Die Ortskerne unserer Dörfer bleiben lebendig und einer Zersiedlung wird entgegengewirkt.“, erläutert  FWG-Stadtverordnete und Vonhausens Ortsvorsteher Peter Wiedenhöfer.

 

Gemeinsam mit den anderen Fraktionen möchte die FWG  einen entsprechenden Diskussionsprozess in Büdingen in Gang bringen.  „Mit einem Förderprogramm kann die Stadt Büdingen junge Familien bei der Nachnutzung älterer Häuser durch Zuschüsse für Altbaugutachten und für den Erwerb von Wohnhäusern unterstützen.“, so der FWG Fraktionsvorsitzende Uli Majunke. 

Die Freien Wähler benennen im Antrag gezielt einige Vorschläge. Um die Nutzungsmöglichkeiten auszuloten und die damit verbundenen Sanierungskosten zu schätzen, könne das Gutachten mit einem festzusetzenden Betrag bezuschusst werden. Dabei seien auch  KfW-Fördermöglichkeiten aufzuzeigen und eine zusätzlich verpflichtende Energieberatung durchzuführen. Habe sich eine junge Familie nach der Gutachtenerstellung zum Kauf des Hauses entschlossen, zahlt die Stadt nach den Vorschlägen der FWG einen festzusetzenden Grundbetrag über maximal fünf Jahre. Der Förderbetrag verknüpft sich in diesem Modell mit dem gesamten Sanierungsaufwand bzw. eventuell vorhandenen Erschwernisse. Für jedes Kind würde sich die Fördersumme um einen festzusetzenden Betrag erhöhen.

 

 „Leerstände und sinkende Immobilienwerte haben meist auch reduzierte Infrastrukturen zur Folge“, sagt Peter Wiedenhöfer. Es könne ein Kreislauf aus sinkender Attraktivität des unmittelbaren Wohnumfeldes und weiterer Abwanderung entstehen. „Diesem  möchten wir gezielt entgegenwirken.“   Dabei erfindet die FWG Büdingen das Rad keinesfalls neu, sondern schließt sich  im Grunde dem an, was in ähnlicher Form bereits viele Kommunen so handhaben. „Das Modell, das wir einführen möchten, wird bereits seit Jahren in der Stadt Hiddenhausen im Kreis Herford sehr erfolgreich umgesetzt und ist bereits in ähnlicher Form auch in Brachtal angekommen.“, so Wiedenhöfer abschließend. 

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