Für Spamer steht Kindergarten Diebach nicht zur Disposition

Zur aktuellen Diskussion um eine mögliche Schließung des Kindergarten „Bärenhöhle“ in Diebach am Haag möchte ich gerne Stellung nehmen.
Der Fachbereich gehört aufgrund der Dezernatsaufteilung zu den ursächlichen Aufgaben des 1. Stadtrat Manfred Hix (SPD). Diese Kompetenzen möchte ich ausdrücklich nicht in Frage stellen, aber angesichts der teilweise widersprüchlichen Aussagen, halte ich eine klare Positionierung zu dieser Thematik für unerlässlich.

Der Kindergarten in Diebach steht für mich nicht zur Disposition.
Eine Schließung der Einrichtung wäre aus mehreren Gründen widersinnig. Auch die Planungen für den dringend benötigten Neubau des Kindergartens in Lorbach stehen hierzu in keinerlei Konkurrenz. Beide Kindergärten sind im Rahmen der perspektivischen Planungen als Teil eines Gesamtkonzeptes zu sehen. Hinzu kommt: Büdingen ist eine wachsende Stadt und in diesem Kontext müssen wir unseren Blick auch auf die vorhandenen Kindergartenplätze fokussieren. Angesichts der Geburtenzahlen, aber vor allem aufgrund der Konversion des Kasernengeländes zu einem Wohngebiet, werden in den kommenden Jahren zahlreiche Familien mit Kindern hinzukommen.

Ein Beispiel ist die Vermarktung der ehemaligen Housing Area. Gelingt es, den zukünftigen Wohnraum ähnlich schnell zu vermarkten, müssen wir zusätzliche Kindergartenplätze in größerem Umfang vorhalten. In diesem Fall wird auch der Neubau des viergruppigen Kindergartens in Lorbach nicht ausreichen. Eine Entwicklung, die sich kurz- oder mittelfristig zu einer Herausforderung für Büdingen entwickeln wird und in diesem Zusammenhang stehen auch meine ursprünglichen Planungen, das Gelände des Stabsgebäudes als zusätzlichen Kindergarten zu nutzen.
Dass wir diesen Teil der Kaserne zur Gegenfinanzierung des Kindergarten-Neubaus in Lorbach nutzen, war ein zweiter und ebenfalls guter Gedankengang. Büdingen benötigt in jedem Fall zusätzliche Kindergartenplätze und vor diesem Hintergrund brauchen wir über eine Schließung des Kindergartens in Diebach nicht weiter nach zu denken und sollten dies gegenüber den Eltern auch ausdrücklich artikulieren.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung hätte ich mir hierzu von den Vertretern der Großen Koalition ebenfalls klare und unzweideutige Aussagen gewünscht. Wie zu erfahren war, möchte der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende Benjamin Harris alles noch einmal prüfen und gegebenenfalls den Beschluss rückgängig machen. Der SPD Fraktionsvorsitzende Matthias Kaiser betont hingegen, dass dies nicht notwendig sei und man deshalb auch keinen Beschluss zurücknehmen müsse.

Gleichzeitig wurde auf die Notwendigkeit zur Haushaltskonsolidierung hingewiesen und welchen Nutzen dieses Vorhaben für die Allgemeinheit habe. Innerhalb der Koalition scheint es unterschiedliche Auffassungen darüber zu geben, was man in der letzten Stadtverordnetenversammlung beschlossen hat.
Abgesehen von den verschiedenartigen Darstellungen und Wahrnehmungen gibt es, wie bereits erwähnt, eine ganze Reihe von Sachargumenten, die ausdrücklich gegen eine Schließung des Kindergartens in Diebach sprechen und dabei geht es nicht um die Funktionalität eines Stromzählers. Im Rahmen der nächsten Magistratssitzung werden wir den Kindergarten Diebach ausdrücklich thematisieren. Gleichzeitig werde ich den Prozess mit dem zuständigen Dezernenten Manfred Hix und dem Ortsbeirat in Diebach abstimmen.


Ein entsprechender Zeitungsartikel findet sich auch unter:

http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/buedingen/der-kindergarten-steht-fuer-mich-nicht-zur-disposition_16053387.htm


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