Fraktionsbesuch im Büdinger Jugendhouse

Zu einem Ortstermin traf sich die FWG-Fraktion in den Räumlichkeiten des Büdinger Jugendhouse. Ziel war es, sich umfassend über die Arbeit der Jugendberatung und Jugendhilfe zu informieren. Der Verein ist als freier Träger seit 2012 für die Jugendarbeit in Büdingen zuständig. In diesem Rahmen betreibt er die Jugendhäuser in den Stadtteilen Büdingen bzw. Düdelsheim und unterstützt daneben die ehrenamtliche Arbeit der Jugendtreffs in Diebach und Vonhausen.
Einen weiteren Schwerpunkt der Gespräche bildete die Fortführung der Schulsozialarbeit an den drei Büdinger Schulen. Andre Pfleger führte die Mitglieder der Stadtverordnetenfraktion durch die Räumlichkeiten des Jugendhauses und schilderte anhand des Jahresberichtes 2014 die Tätigkeiten in der Büdinger Jugendarbeit.
Gleichzeitig hatten die Freien Wähler auch den Arbeitskreis zur Gründung eines neuen Schulkinderbetreuungsvereines an der Büdinger Stadtschule eingeladen. Dort wird - neben vielen anderen Möglichkeiten - auch eine Zusammenarbeit mit der Jugendberatung und Jugendhilfe diskutiert. Diesen Dialog möchte man auf Seiten der FWG weiter intensivieren und eine Vernetzung herstellen. „Gerade wenn es um die angesprochene Betreuung der Schulkinder geht, brauchen wir ein breites Spektrum von möglichen Ideen und Anregungen“, so die FWG-Stadtverordnete Sabine Kraft-Marhenke.
In diesem Zusammenhang begrüßte die Stadtverordneten-Fraktion der FWG den Vorschlag von Bürgermeister Erich Spamer, den Dialog über die Schulkinderbetreuung im Rahmen eines runden Tisches weiter zu intensivieren. „Es ist richtig, dass wir die vielen Themen zur Kinder- und Jugendarbeit besser vernetzen und zusammenführen müssen.“
Ob Downhill, Ausstattung und Standort von Spielplätzen, Schulkinderbetreuung, Erkenntnisse aus der Ganztagsschule, ein Kinder- und Jugendbeirat, die Tätigkeiten und Projekte in den Jugendhäusern, die Einbindung der Stadtteile, die Perspektive für die Familienstadt mit Zukunft oder Themen frühkindlicher Bildung in den Kindergärten. Die Vielfalt der unterschiedlichen Anforderungen und Notwendigkeiten verlangt nach kurzfristigen Verbesserungen im Dialog und nach einer konzeptionellen Vernetzung. Diese kann nach Ansicht der Freien Wähler nicht ausreichend und abschließend durch Politik bzw. Verwaltung gestaltet werden „Es ist unsere Absicht, diesen Prozess in einen breiteren Dialog zu überführen. Ziel sollte es sein, die Beteiligten, aber vor allem auch Kinder und Jugendliche besser einzubinden. Der Runde Tisch zur Schulkinderbetreuung könnte als Pilotierung dienen und im fortführenden größeren Ansatz um weitere Themenschwerpunkte erweitert werden. Eng verknüpfen möchte man darin auch die Kinder - und Jugendarbeit der restlichen Vereine innerhalb der Großgemeinde. Auch dort wird nach Ansicht der FWG eine hervorragende ehrenamtliche Arbeit geleistet. „Diese müssen wir einerseits entsprechend würdigen und sollten gleichermaßen zur Vorbereitung politischer Entscheidungen, das dort viel besser vorhandene Know-how nutzen“, erläutert Tim Strehm.
Gerade im Hinblick auf die immer wieder gefährdete Schulsozialarbeit kritisierte man auf Seiten der FWG die fehlende personelle und damit teilweise auch konzeptionelle Nachhaltigkeit. Die von Andre Pfleger geschilderte Situation ist für die betroffenen Mitarbeiter und die Arbeit an den Schulen kein akzeptabler Zustand. „In einem Umfeld befristeter Arbeitsverträge und einer nicht klaren Perspektive für die Zukunft der Mitarbeiter kann von Nachhaltigkeit nicht die Rede sein“, so die FWG.

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